Laminat als Bodenbelag
Laminat ist ein Werkstoff, der aus mindestens zwei, flächig angeordneten Schichten besteht, welche miteinander verklebt sind. Die Schichten selbst können aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
Beläge aus Laminat werden zur Nachbildung von hochwertigen Bodenbelägen verwendet, bestehen aber meist nur aus einer preisgünstigen Trägerschicht. Zur Verzierung und Versiegelung dient hierbei eine Dekorschicht. Im Gegensatz zu teuren Stoffen wie Parkett oder Fliesen ist Laminat sehr preiswert und leichter in der Verarbeitung.
Laminat wird in unterschiedlichen Paneelstärken und verschiedener Abriebfestigkeit, der sogenannten Nutzungsklasse, angeboten. Hier werden Laminate der niedrigen Preisklasse und hochwertige Laminate voneinander getrennt. Dabei sind die preiswerteren Laminate vergleichsweise dünn, besitzen nur ein einfaches Dekor und sind – besonders in den Stoßkanten zweier Paneele – empfindlicher gegen Feuchtigkeit und Stoß. Die teuren Laminate hingegen ahmen sehr wahrheitsgetreu das Aussehen von echten Parkettfußböden nach. Dabei helfen Strukturprägungen und V-Fugen zur Nachbildung der gemaserten Holzoberfläche. Durch aufwändige Oberflächenversiegelung ist die Anwendung eines Laminatfußbodens auch auf sehr hochbelasteten Böden wie zum Beispiel in Diskotheken möglich.
Es werden verschiedenartige Laminate voneinander abgegrenzt:
Bei undirektionalem Laminat laufen die einzelnen Faserschichten jeweils in eine andere Richtung. Es entstehen gestreckte Fasern und Belastungen werden besser verteilt beziehungsweise ausgehalten. Die Festigkeit der einzelnen Strukturfasern ist für jede Richtung genau definierbar.
Gewebelaminat besteht aus einem sogenannten Fasergewebe. Durch Verwebung besitzen die einzelnen Fasern somit Kett- und Schussfäden (die Kettfäden können sich unter Last besser strecken und sind deshalb weniger steif).
Fasern des Volllaminats bestehen zu hundert Prozent aus Kunststoff, welcher Faserverstärkt ist. Es ist das schwerste, massivste Laminat, aber gleichzeitig unempfindlicher gegen Punktbelastung und leichter in der Fertigung.
Auch bei Sandwichlaminat bestehen die Fasern aus verstärktem Kunststoff. Holz oder Hartschaum sind unter anderem die Materialien aus denen die Zwischenlage bestehen kann.
Wer sich also die im Gegensatz zu Parkett für die preisgünstige Variante Laminat entscheidet, wird von vielen Vorteilen profitieren können. Neben der Oberflächenversiegelung und der Einfachheit in der Verlgung hält sich die Abnutzung als Folge der verhärteten Oberfläche sehr gering. Weiterhin zeichnen die hohe Strapazierfähigkeit, Pflegeleichtigkeit und die Möglichkeit der Nutzung in feuchten Räumen dieses Material aus und machen es zur idealen Wahl, wenn man auf der Suche nach einem erschwinglichen, aber qualitativ empfehlenswerten Material ist.
Nur einige wenige Nachteile sind hier zu nennen: In Abweichung von Echtholz lädt sich Laminat sehr leicht elektrostatisch auf. Desweiteren ist es nicht möglich Kratzer oder sonstige Unebenheiten vom Boden abzuschleifen.
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