Laminate

Laminate 

Jeder hat bestimmt schon den Begriff ,,Laminat,, mehrzahl Laminate auch english Laminate gehört und und verbindet diesen Begriff mit dem Bodenbelag Laminat.
Doch aus was besteht denn überhaupt so ein Laminat?
Wer sich im lateinischen ein bisschen Auskennt, der weiß das das Wort Laminat übersetzt so viel wie,, Schicht,, bedeutet. Genau daraus besteht der Boden, nämlich aus einzelnen Schichten welche aus gleichen aber auch unterschiedlichen Materialen bestehen können.
Von ihrer Art, Beschaffenheit und Material sind Laminate sehr Vielfältig.

Die Entstehung des Laminats

 
1977 wurde der erste Laminatboden in Schweden entwickelt. Die weltweite Verbreitung dieses neuen Bodenbelages ging rasend schnell.
Mittlerweile zählt der Laminat zu den beliebtesten Bodenbelägen in der Welt. Es ist auch kein Wunder, denn durch ständige Verbesserung schaffen die Entwickler es, den Boden zu den pflegeleicht und dennoch bezahlbar zu machen.

Aufbau des Laminats

Gefertigt wird der Laminat aus drei Teilen, welche industriell miteinander verbunden werden. Zuerst kommt die unterste Schicht an die Reihe, sie dient zur Stabilisierung und Feuchtigkeitsabsperrung.
Die mittlere Schicht ist zugleich auch die dickste, da sie die Trägerplatte ist. Bestehen tut die zweite Schicht in der Regel aus Holzwerkstoffen. Die oberste Schicht ist zugleich auch die sichtbare Hälfte, somit besitzt diese eine Dekorschicht, welche nicht nur farblich sehr variabel sein kann, sondern zudem strapazierfähig und pflegeleicht ist.

Laminat als Bodenbelag
Der Laminatfußboden spiegelt ein hochwertiges Aussehen durch die Dekorschicht wieder. Bestehen jedoch tut er aus einer preiswerten Trägerschicht. Das Dekor wird einfach draufgeklebt eventuell noch verziert und anschließend versiegelt.
Durch die einfache Bauweise ist ein Laminat im Vergleich zu Parkett oder Fließen nicht nur preiswerter, sondern auch noch einfacher zu verlegen.

Auch von der Paneelstärke und Abtriebsfestigkeit, kann man den Laminatboden in unterschiedlichen Kategorien wieder finden.
Relativ preiswerte Laminate kann man an ihrer dünnen Paneelstärke und dem einfachen Dekor erkennen. Auch die Robustheit ist hier nicht sehr hoch, die Böden weißen einen größeren Abrieb auf als qualitativ hochwertigere Laminate.

Gute Laminate erkennt man an der imitierten Strukturprägung (dies kann bspw. die Nachbildung einer Hohlfläche sein), den V ähnlichen Fugen zwischen den einzelnen Paneelen und der realistisch gesehen Nachbildung eines eichten Parkettbodens. Eine hochwertige Oberflächenversiegelungen ermöglicht zudem den Einsatz in Büro- Arbeitsbereichen oder Discotheken, da diese Böden nicht nur pflegeleicht sondern sehr robust sind.

Laminate aus faserverstärkten Kunststoff

Besonders in der Luftfahrt, dem Bootsbau und der Automobilindustrie werden diese Varianten vorüberwiegend gewählt, da die Böden nicht nur leicht sind sondern frei wählbare Werkstoffe (meist aus Kunstharz) besitzen. Die Lichtempfindlichkeit ist sehr gering und sehr robust ist der Boden obendrein noch.
Vor allem der Volllaminat, welcher vollständig aus faserverstärktem Kunststoff besteht, erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Diese Variante lässt sich zudem leicht Produzieren.

High Pressure Laminate

Man könnte ihn auch den König unter den Laminaten nennen, denn er bietet alles was ein guter Boden ausmacht. Da hitzebeständige Harze bei seiner Produktion verwendet werden, ist das Laminat fast immun gegen Hitze oder sogar Feuer. Fällt so z.b. die Glut einer Zigarette herab, so braucht es eine ganze Weile bis sich bleibende Spuren im Boden bilden. Genauso verhält es sich mit heißen Gegenständen wie Töpfe oder einem Bügeleisen. Für eine kleine Zeitspanne können sie bedenkenlos auf dem High Pressure Laminat abgestellt werden ohne Angst haben zu müssen das man diesen Beschädigt oder gar in Brand setzt.
Gerade wegen dieser Eigenschaft wird der Laminat nicht nur für Böden verwendet, sondern auch für:

- Tischplatten
- Türblätter
- Möbel
- Küchenplatten

Die Kratzfestigkeit spricht für sich, selbst wenn man in der Küche mit einem Messer abrutschen sollte und auf dem Laminat kommt, bleibt nur in sehr seltenen Fällen ein sichtbarer Kratzer zurück. Die Oberfläche lässt sich leicht reinigen, es bedarf keinen speziellen Reinigungsmitteln um das Laminat wieder schön glänzend zu bekommen. Sollte es einmal vorkommen, dass der Laminat mit Alkohol oder organischen Mitteln in Berührung kommt, so braucht man sich um sein Aussehen und vor allem die Beschaffenheit keine Sorgen machen, da der Laminat gegen diese Flüssigkeiten resistent ist.

Sandwichlaminat

Zwischen zwei Schichten des Laminats wird eine Zwischenlage eingefügt. Diese kann beispielsweise aus Holz, Hartschaum oder Nomexwaben bestehen. Durch diese Zwischenschicht wird der Boden deutlich dicker. Die Robustheit durch den weichen Kern ist im Gegensatz zu Volllaminaten nicht so hoch, daher wird dieser Boden eher in Büroräumen verwendet, wo keine schweren Maschinen im Einsatz sind.

Materialien und Werkstoffe
Man könnte es gar nicht für möglich halten, aber sehr viele Bauelemente bestehen aus Laminat. So können Arbeitsplatten und Möbelfronten Laminat aufweisen.

Verlegen

Meist wird der Laminatfussboden schwimmend verlegt, das heißt genauer gesagt: die Dielen werden lose auf den Untergrund verlegt und mit Hilfe einer Klickverbindung (ohne Leim)verbunden.
Eine andere Verlegart ist das Verkleben, dies empfiehlt sich jedoch nur in stark belasteten Bereichen, also wo der Boden viel aushalten muss, zb durch Maschineneinsatz.
Bodenbeläge wie Laminat verlegt in der Regel eine Fachfirma für Bodenbeläge also ein Bodenleger.

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